Wärmepumpen-Effizienz verstehen

COP und Heizleistung hängen stark von zwei Temperaturen ab: Außentemperatur (Quelle) und Vorlauftemperatur (Senke, LWT). Die Diagramme zeigen die Kennlinien je LWT – und darunter eine einfache SCOP-Schätzung basierend auf Klimadaten.

1) COP & Heizleistung (Vollast)

COP (Coefficient of Performance) ist das Verhältnis aus abgegebener Wärmeleistung (kW) zu elektrischer Leistungsaufnahme (kW). Ein COP von 4 heißt: Aus 1 kWh Strom werden etwa 4 kWh Wärme.

Er hängt stark vom Temperaturhub ab: Je kälter die Außenluft (Quelle) und je höher die Vorlauftemperatur (Leave Water Temperature: LWT, Senke), desto härter muss der Verdichter arbeiten – COP sinkt. Zusätzlich wirken bei Frost Abtauzyklen und Betriebsgrenzen.

Datenquelle: LG Therma V R290 – Heizbetrieb, Maximum Capacity (inkl. Abtau-Effekt), Messverfahren EN14511. Laut Dokument ist Interpolation erlaubt, Extrapolation nicht.

EN 14825‑Teillastpunkte: vorhanden
Linienfarben: LWT (Leave Water Temperature - Vorlauftemperatur) von blau (niedrig) nach rot (hoch).
COP über Außentemperatur (je LWT)
X: Außentemperatur (°C) · Y: COP · Linien: LWT (Vorlauftemperatur)
12345678-25-20-15-7-4-2271015182035Außentemperatur (°C)COP
LWT 30°C
LWT 35°C
LWT 40°C
LWT 45°C
LWT 50°C
LWT 55°C
LWT 60°C
LWT 65°C
LWT 70°C
LWT 75°C
Warum gibt es oft einen „Dip“ um ~2 °C?

Um den Gefrierpunkt ist die Außenluft häufig feucht, und der Verdampfer (Lamellen/„Coil“) liegt im Betrieb oft unter 0 °C. Dadurch bildet sich Eis, das die Wärmeübertragung verschlechtert. Die Wärmepumpe muss dann regelmäßig abtau(en)(Reverse-Cycle-Defrost): In dieser Zeit wird weniger nutzbare Wärme geliefert, aber Strom wird weiterhin verbraucht – der COP fällt sichtbar ab. In den LG-Tabellen ist dieser Effekt explizit enthalten.

  • Unter ca. −5 °C ist die Luft oft trockener → tendenziell weniger Vereisung.
  • Über ca. +5 °C bleibt die Coil-Temperatur häufiger über 0 °C → kaum Vereisung.

Hinweis: Das sind typische Tendenzen – Wind, Luftfeuchte, Geräteauslegung und Luftstrom können den Dip verstärken oder abschwächen.

Heizleistung (TC, kW) über Außentemperatur (je LWT)
X: Außentemperatur (°C) · Y: Heizleistung (TC) (kW) · Linien: LWT (Vorlauftemperatur)
681012-25-20-15-7-4-2271015182035Außentemperatur (°C)Heizleistung (kW)
LWT 30°C
LWT 35°C
LWT 40°C
LWT 45°C
LWT 50°C
LWT 55°C
LWT 60°C
LWT 65°C
LWT 70°C
LWT 75°C

2) Teillast: Warum steigt die Effizienz bei Teillast? (z. B. 25%, 50%)

In der Praxis läuft eine Wärmepumpe im Jahresverlauf sehr häufig nicht am Maximum, sondern in Teillast (z. B. 25% oder 50%). Viele Geräte sind in diesen milden Betriebsstunden insgesamt effizienter – vor allem, weil Nebenverluste kleiner werden und die Anlage stabiler durchläuft.

1) Inverter‑Wärmepumpen (Modulation)

Inverter‑geregelt heißt: Verdichter, Ventilator und oft auch die Umwälzpumpe können ihre Drehzahl anpassen. So kann die Wärmepumpe näher am Bedarf laufen, statt ständig an/aus zu schalten.

  • Weniger Start/Stop → geringere Anfahr‑ und Regelverluste (EN 14825 bildet Teillast-/Taktverluste über Cdh ab).
  • Hilfsantriebe (Ventilator/Pumpe) können bei geringerer Drehzahl deutlich weniger Strom benötigen.
2) Pumpengesetze (Affinity Laws)

Für Pumpen/Ventilatoren gilt näherungsweise: Volumenstrom ∝ n, Druck ∝ n², Leistung ∝ n³. Das erklärt, warum Teillaststunden oft so „günstig“ sind: Halbiert man die Drehzahl, sinkt der Stromverbrauch (pro Zeit) grob um 87,5%.

Gelten die Pumpengesetze auch für Inverter‑Kompressoren? Nicht 1:1. Die n³‑Näherung passt für Pumpen/Ventilatoren (Strömungsmaschinen). Beim Verdichter hängt die Leistungsaufnahme u. a. von Druckverhältnis, Massenstrom und Betriebszustand ab – der Trend ist zwar „weniger Drehzahl = deutlich weniger Strom“, aber nicht als sauberes n³‑Gesetz.

1 kW Beispiel
Wenn bei Vollast ein Hilfsantrieb 1,0 kW zieht, dann ist die Leistung bei reduzierter Drehzahl ungefähr:
  • 75% Drehzahl → Stromverbrauch sinkt grob um 57,8% → ca. 0,422 kW
  • 50% Drehzahl → Stromverbrauch sinkt grob um 87,5% → ca. 0,125 kW
  • 25% Drehzahl → Stromverbrauch sinkt grob um 98,4% → ca. 0,016 kW
Hinweis: Näherung für Pumpen/Ventilatoren. Zeigt den Trend, warum reduzierte Drehzahlen bei Nebenantrieben stark helfen.
Pumpengesetz‑Näherung: Stromaufnahme ∝ Drehzahl³
75%42,2%50%12,5%25%1,6%Drehzahl n / „Last“ →P (%)
Visualisierung: Vollast = durchgezogene Kennlinie (EN14511, Maximum Capacity). Teillast = gestrichelt + Punkte (EN 14825‑Prüfpunkte). Farben wie in (1). Prozent = Wärmeleistung(Teillast)/Wärmeleistung(Vollast) am selben A‑Punkt.
COP: Teillastpunkte vs. Vollast (W35/W55)
X: Außentemperatur (°C) · Y: COP · Linien: LWT (Vorlauftemperatur)
12345678910-25-20-15-7-4-227101215182035Außentemperatur (°C)COPA-7 · 100% TLA2 · 94% TLA7 · 67% TLA12 · 36% TLA-7 · 100% TLA2 · 94% TLA7 · 83% TLA12 · 57% TL
LWT 35°C
LWT 55°C
Vollast (Linie)
Teillast (gestrichelt + Punkte)
Label am Punkt: A‑Temp · % Teillast (Wärme)
Heizleistung (TC): Teillastpunkte vs. Vollast (W35/W55)
X: Außentemperatur (°C) · Y: Heizleistung (TC) (kW) · Linien: LWT (Vorlauftemperatur)
4681012-25-20-15-7-4-227101215182035Außentemperatur (°C)Heizleistung (kW)A-7 · 100% TLA2 · 94% TLA7 · 67% TLA12 · 36% TLA-7 · 100% TLA2 · 94% TLA7 · 83% TLA12 · 57% TL
LWT 35°C
LWT 55°C
Vollast (Linie)
Teillast (gestrichelt + Punkte)
Label am Punkt: A‑Temp · % Teillast (Wärme)
Teillast‑Quelle: Dynoair24 Produktseite (COP + Wärmeleistung je Prüfpunkten)
3) Taktung: mehr Teillast – aber auch häufiger Start/Stop?

Je größer die Wärmepumpe, desto öfter kann sie im Winter/Übergang in Teillast laufen – gleichzeitig steigt aber das Risiko, dass die Heizlast unter die Mindestleistung fällt. Dann kann die WP nicht weiter runter modulieren und beginnt zu takten.

  • Ist Takten bei modernen WPs noch ein Problem? Weniger als früher – aber die Mindestleistung beachten, da dauerhaftes Takten Effizienz kostet und den Verschleiß erhöhen kann.
  • Typischer „Takt‑Trigger“: Warmwasser im Sommer (kurze Ladungen, hohe Temperaturen, wenig Abnahme).
  • Ein größerer Speicher kann Starts reduzieren (längere Laufzeiten), bringt aber auch Speicherverluste – „einfach riesig“ ist nicht automatisch effizient.
Heizlast vs. Modulationsbereich (LG Therma V R290 ~12 kW – FHBW126B0 / FHBW128B0 (HM121HF / HM123HF UB60))
Annahmen: EN 14825‑Heizlastkurve (Pdesignh≈11,5 kW bei -10°C), WP‑Vollast aus Kennlinie bei LWT 35°C.
-10°C-5°C0°C5°C10°C15°C16°C3 kW7 kW10 kW14 kWMindest‑Modulation ≈ 3,6 kW (Schätzung (≈30% bei A7))Unter Minimum → TaktenWP‑Vollast (Kennlinie)Heizlast (Pdesignh·pl(T))Außentemperatur →Leistung

Wichtig: COP hängt weiterhin stark vom Temperaturhub (Außenluft ↔ Vorlauf) ab. Teillast hilft oft über Nebenverluste und weniger Takten – ersetzt aber keine passende Auslegung und niedrige Vorlauftemperaturen.

3) SCOP nach EN 14825 (Bin‑Methode)

Die Berechnung erfolgt hier immer nach EN 14825 mit der Bin‑Methode im Standardklima „Straßburg“. Wenn Teillast‑Prüfpunkte (A‑7/A2/A7/A12) vorhanden sind, liegt der berechnete SCOP meist nahe an den Herstellerangaben.

EN 14825: Eingaben
Profil: Durchschnittsklima (Straßburg) · Tdesignh -10°C · Tlimit 16°C
In der Norm wird für die Anwendung eine feste Wasseraustrittstemperatur angesetzt: 35°C · Typisch: Fußboden-/Flächenheizung
Cdh = 1,00 (1.00 ≈ kaum Taktverlust)
Auslegung (Pdesignh, bei -10°C)
Auto: TC≈11,51 kW bei LWT 35°C.
Norm-Hilfsverbräuche (optional)

Trage Werte aus Datenblatt/Label ein, wenn du den deklarierten SCOP möglichst exakt treffen willst.

Kalibrierung (optional)
Basis (aus Kennlinie): SCOPon 4,00

Hintergrund: Unsere Kennlinien sind „Maximum Capacity“. Deklarierte EN‑14825 Werte basieren auf Teillast‑Messpunkten/Regelung und liegen oft höher. Kalibrierung skaliert COP, damit SCOP passt.

Ergebnis
Profil: Durchschnittsklima (Straßburg) · Bin-Stunden ΣHj = 4.910 · HHE (Σpl·Hj) ≈ 2.066 (Referenz: 2066)
SCOP (EN 14825)
3,98
inkl. Poff/Pto/Psb/Pck (falls gesetzt)
SCOPon (nur Betrieb)
4,00
Bin-Methode (inkl. Backup bei Unterdeckung)
Backup-Anteil
0,0%
0 kWh von 23.773 kWh
QH: 23.773 kWh · Strom (Betrieb): 5.936 kWh · Hilfsstrom: 42 kWh

4) Wie wird SCOP nach EN 14825 berechnet?

SCOP (Seasonal COP) ist ein jahresgewichteter Wirkungsgrad: Jahres-Heizwärme geteilt durch den dafür benötigten Strom. EN 14825 macht das nicht über ein einzelnes Betriebspunkt-Paar, sondern über eine Bin-Methode (Temperaturklassen mit Stundenanteilen) – für das Durchschnittsklima „Straßburg“ sind diese Stunden je Außentemperatur fest vorgegeben.

Abkürzungen & Begriffe
Tj: Bin-Außentemperatur (°C).
Hj: Stunden in diesem Bin (h).
ΣHj: Summe aller Bin-Stunden (Straßburg: 4.910 h).
Tdesignh: Design-Außentemperatur (Straßburg: −10 °C).
Tlimit: Heizgrenze im Profil (16 °C, darüber pl=0).
pl(Tj): Teil-Lastverhältnis (0…1) je Bin.
Pdesignh: Auslegungs-Heizleistung bei Tdesignh (kW).
Pdh(Tj): Bin-Heizlast = Pdesignh · pl(Tj) (kW).
HHE: Σ(pl(Tj) · Hj) (≈ 2.066 h in Straßburg).
CR: Capacity Ratio = Pdh/Ph (Teillast relativ zur WP‑Kapazität).
Cdh: Takt-/Teillast-Koeffizient (1.00 = kaum Verlust).
QH: Jahres-Heizwärme im Profil (Σ(Pdh·Hj), kWh).
Eactive: Betriebs-Strom (Σ(QH,j/COPbin), kWh).
SCOPon: QH / Eactive (nur Betrieb, ohne Hilfsverbräuche).
SCOP: wie SCOPon, aber inkl. Hilfsverbräuchen (Poff/Pto/Psb/Pck).
W35/W55: Anwendung mit fester Wasseraustrittstemperatur 35/55 °C.
Schritt 1: Temperatur-Bins (Straßburg)

Das Profil besteht aus Bins von −10 °C bis +15 °C mit jeweils Hj Stunden (Summe 4.910 h). Aus diesen Stunden wird die „equivalent full load hours“ HHE = Σ(pl(Tj) · Hj) berechnet. Für Straßburg ergibt sich HHE ≈ 2.066.

Visualisierung: Bin-Kacheln (Tj + Stunden Hj)
-10°
1h
COP 3,14
-9°
25h
COP 3,20
-8°
23h
COP 3,25
-7°
24h
COP 3,30
-6°
27h
COP 3,36
-5°
68h
COP 3,43
-4°
91h
COP 3,49
-3°
89h
COP 3,56
-2°
165h
COP 3,63
-1°
173h
COP 3,65
0°
240h
COP 3,68
1°
280h
COP 3,70
2°
320h
COP 3,72
3°
357h
COP 3,92
4°
356h
COP 4,11
5°
303h
COP 4,31
6°
330h
COP 4,50
7°
326h
COP 4,70
8°
348h
COP 4,79
9°
335h
COP 4,88
10°
315h
COP 4,97
11°
215h
COP 5,11
12°
169h
COP 5,24
13°
151h
COP 5,38
14°
105h
COP 5,51
15°
74h
COP 5,65

Farbe: COPbin (blau niedrig → rot hoch). Deckkraft: je mehr Stunden, desto „stärker“. Hover zeigt Details.

In diesem Rechner sind die Bins nach 813/2013 (Annex III) codiert und HHE wird zur Plausibilitätsprüfung angezeigt.

Schritt 2: Heizlastkurve (Pdesignh, pl(T))

Man setzt eine Auslegungs-Heizleistung Pdesignh am Designpunkt Tdesignh (Straßburg: −10 °C) an. Daraus entsteht eine lineare Heizlastkurve über die Außentemperatur: pl(Tj) = (Tj − 16) / (Tdesignh − 16), begrenzt auf 0…1. Die Bin-Heizleistung ist dann Pdh(Tj) = Pdesignh · pl(Tj).

16 °C ist die Heizgrenze im Profil (darüber wird pl=0).

Visualisierung: Heizlastkurve (pl(T) und Pdh für Pdesignh≈11,5 kW)
0,000,250,500,751,00-10°-5°0°5°10°15°-10°C: pl=1,00 · Pdh≈11,51 kW · Hj=1 h-9°C: pl=0,96 · Pdh≈11,07 kW · Hj=25 h-8°C: pl=0,92 · Pdh≈10,62 kW · Hj=23 h-7°C: pl=0,88 · Pdh≈10,18 kW · Hj=24 h-6°C: pl=0,85 · Pdh≈9,74 kW · Hj=27 h-5°C: pl=0,81 · Pdh≈9,30 kW · Hj=68 h-4°C: pl=0,77 · Pdh≈8,85 kW · Hj=91 h-3°C: pl=0,73 · Pdh≈8,41 kW · Hj=89 h-2°C: pl=0,69 · Pdh≈7,97 kW · Hj=165 h-1°C: pl=0,65 · Pdh≈7,52 kW · Hj=173 h0°C: pl=0,62 · Pdh≈7,08 kW · Hj=240 h1°C: pl=0,58 · Pdh≈6,64 kW · Hj=280 h2°C: pl=0,54 · Pdh≈6,20 kW · Hj=320 h3°C: pl=0,50 · Pdh≈5,75 kW · Hj=357 h4°C: pl=0,46 · Pdh≈5,31 kW · Hj=356 h5°C: pl=0,42 · Pdh≈4,87 kW · Hj=303 h6°C: pl=0,38 · Pdh≈4,43 kW · Hj=330 h7°C: pl=0,35 · Pdh≈3,98 kW · Hj=326 h8°C: pl=0,31 · Pdh≈3,54 kW · Hj=348 h9°C: pl=0,27 · Pdh≈3,10 kW · Hj=335 h10°C: pl=0,23 · Pdh≈2,66 kW · Hj=315 h11°C: pl=0,19 · Pdh≈2,21 kW · Hj=215 h12°C: pl=0,15 · Pdh≈1,77 kW · Hj=169 h13°C: pl=0,12 · Pdh≈1,33 kW · Hj=151 h14°C: pl=0,08 · Pdh≈0,89 kW · Hj=105 h15°C: pl=0,04 · Pdh≈0,44 kW · Hj=74 hpl(T) (rel. Heizlast)T (Außen, °C)

Linie = pl(T) nach Normformel. Punkte = Bins (nur Hj>0), Kreisgröße ~ Stunden Hj; Hover zeigt pl, Pdh und Hj.

Schritt 3: COP je Bin (W35 / W55) und Teillast

Für die Anwendung wird eine feste Wasser-Austrittstemperatur angesetzt: W35 (35 °C) bzw. W55 (55 °C). Für jedes Bin Tj wird ein COP aus der Kennlinie abgefragt (Interpolation erlaubt, keine Extrapolation). Optional wird ein Teillast-/Taktverlust über den Koeffizienten Cdh abgebildet (vereinfacht): COPbin = COPfull · CR / (Cdh·CR + (1−Cdh)) mit CR = Pdh(Tj)/Ph(Tj).

In der Praxis stammen die deklarierten EN‑14825 Werte aus normierten Teillast-Messpunkten. Unsere Daten sind „Maximum Capacity (inkl. Abtau)“ – deshalb kann der berechnete SCOP niedriger ausfallen.

Visualisierung: Bins mit berechnetem COP (aktuelles Modell · Anwendung W35 · Cdh 1,00)
Hinweis: Für das Beispiel „LG Therma V R290 ~9 kW – FHBW098X0“ oben in der Modellauswahl dieses Modell auswählen.
-10°
1h
COPbin 3,14
Pdh≈11,5 kW · E≈4 kWh
-9°
25h
COPbin 3,20
Pdh≈11,1 kW · E≈87 kWh
-8°
23h
COPbin 3,25
Pdh≈10,6 kW · E≈75 kWh
-7°
24h
COPbin 3,30
Pdh≈10,2 kW · E≈74 kWh
-6°
27h
COPbin 3,36
Pdh≈9,7 kW · E≈78 kWh
-5°
68h
COPbin 3,43
Pdh≈9,3 kW · E≈184 kWh
-4°
91h
COPbin 3,49
Pdh≈8,9 kW · E≈231 kWh
-3°
89h
COPbin 3,56
Pdh≈8,4 kW · E≈210 kWh
-2°
165h
COPbin 3,63
Pdh≈8,0 kW · E≈362 kWh
-1°
173h
COPbin 3,65
Pdh≈7,5 kW · E≈356 kWh
0°
240h
COPbin 3,68
Pdh≈7,1 kW · E≈463 kWh
1°
280h
COPbin 3,70
Pdh≈6,6 kW · E≈503 kWh
2°
320h
COPbin 3,72
Pdh≈6,2 kW · E≈533 kWh
3°
357h
COPbin 3,92
Pdh≈5,8 kW · E≈525 kWh
4°
356h
COPbin 4,11
Pdh≈5,3 kW · E≈460 kWh
5°
303h
COPbin 4,31
Pdh≈4,9 kW · E≈342 kWh
6°
330h
COPbin 4,50
Pdh≈4,4 kW · E≈324 kWh
7°
326h
COPbin 4,70
Pdh≈4,0 kW · E≈276 kWh
8°
348h
COPbin 4,79
Pdh≈3,5 kW · E≈257 kWh
9°
335h
COPbin 4,88
Pdh≈3,1 kW · E≈213 kWh
10°
315h
COPbin 4,97
Pdh≈2,7 kW · E≈168 kWh
11°
215h
COPbin 5,11
Pdh≈2,2 kW · E≈93 kWh
12°
169h
COPbin 5,24
Pdh≈1,8 kW · E≈57 kWh
13°
151h
COPbin 5,38
Pdh≈1,3 kW · E≈37 kWh
14°
105h
COPbin 5,51
Pdh≈0,9 kW · E≈17 kWh
15°
74h
COPbin 5,65
Pdh≈0,4 kW · E≈6 kWh

Farbe: COPbin (blau niedrig → rot hoch); Deckkraft ~ Hj. Hover zeigt COPfull, COPbin, Kapazität, Backup und Energie je Bin.

Plausible Hilfsverbräuche (für LG ~9kW, falls genutzt): Poff 10 W · Pto 30 W · Psb 10 W · Pck 0 W.

Schritt 4: Jahresenergie summieren → SCOP

Pro Bin gilt: Heizenergie QH,j = Pdh(Tj) · Hj und Strom E,j = QH,j / COPbin. Über alle Bins summiert: QH = ΣQH,j und Eactive = ΣE,j. Daraus SCOPon = QH / Eactive. Zusätzlich werden (falls vorhanden) Hilfsverbräuche wie Standby/Off/Crankcase über feste Stundenanteile addiert; dann ergibt sich der finale SCOP.

Beispiel: LG Therma V R290 „~12 kW“ (HM123HF) – Kennlinie vs. Teillastpunkte

Aus der Kennlinie (Auszug, Außentemperatur → COP):

W35 (LWT 35 °C)
−7 °C: COP ≈ 3,30 · 2 °C: COP ≈ 3,72 · 7 °C: COP ≈ 4,70 · 12 °C: COP ≈ 5,24 (interpoliert)
W55 (LWT 55 °C)
−7 °C: COP ≈ 2,48 · 2 °C: COP ≈ 2,95 · 7 °C: COP ≈ 3,37 · 12 °C: COP ≈ 3,61 (interpoliert)
Hersteller‑SCOP (Datenblatt) vs. Rechenmodell
Hersteller Angaben (Ecodesign/Label-Angaben)
W35: 5,45
W55: 3,97
Rechenmodell: Kennlinie (bei Vollast)
W35: 3,98 (-1,47)
W55: 2,99 (-0,98)
Annahmen: Nur Vollaust oder aus, Straßburg‑Bins, Cdh=1, Poff 10W · Pto 30W · Psb 10W · Pck 0W, Pdesignh aus Kennlinie bei −10°C.
Rechenmodell: Teillastpunkte (A‑7/A2/A7/A12)
W35: 5,45 (-0,00)
W55: 3,97 (-0,00)
Nur wenn nötig Vollast, ansonsten Teillast (Inverter). Interpolation aus Teillastpunkten, Hilfsverbräuche wie oben.
Warum ist die Kennlinien‑Näherung oft niedriger? Die LG‑Kennlinien hier sind „Maximum Capacity“ (Volllast‑orientiert, inkl. Abtau). Die deklarierte EN‑14825‑SCOP‑Angabe entsteht aus normierten Teillast-/Regelbetriebs‑Punkten – bei milderen Temperaturen kann COP deutlich höher liegen.
  • Teillast/Modulation: Mindestleistung, Regelstrategie und Cycling beeinflussen die Saison stark.
  • Mess- vs. Tabellenraster: Deklaration nutzt definierte Prüfpunkt‑Kombinationen (A‑7/A2/A7/A12 …), wir interpolieren aus Hersteller‑Tabellen.
  • Abtau/Feuchte: In „Maximum Capacity“ ist der Abtau‑Einfluss explizit drin, was einzelne Bins nach unten ziehen kann.

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