Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen – und wie gehe ich vor?

Kurzantwort: Förderprogramme ändern sich. Für einen robusten Ablauf: erst Voraussetzungen/Technik klären, dann Angebote vergleichbar machen, Unterlagen sammeln und erst danach Antrag/Nachweise strikt nach den offiziellen Vorgaben.

Robuster Ablauf (ohne Jahreszahlen)

Weil Förderbedingungen sich ändern können, ist es sinnvoll, den Prozess so aufzubauen, dass Sie nicht von einem Detail abhängen:

  1. Technik & Eignung klären (Heizlast, Vorlauf, Heizflächen).
  2. Angebote vergleichbar machen (Temperaturen, Warmwasser, Hydraulik).
  3. Gerätemodell/ Nachweise prüfen (z. B. Effizienznachweis/Listen).
  4. Unterlagen sammeln (Angebote, Datenblätter, Nachweise).
  5. Antrag/ Nachweisführung strikt nach offizieller Checkliste.

Für Modell-/Nachweis-Checks nutzen viele zuerst eine Liste förderfähiger Geräte – dafür gibt es bei uns die BEG Liste.

Offizielle Links (bundesweit)

Für aktuelle Bedingungen und Antragswege sind immer die offiziellen Seiten maßgeblich:

Förderprogramme nach Bundesland (Förderdatenbank)

Die schnellste Übersicht je Bundesland liefert die Förderdatenbank. Die Links sind vorgefiltert auf „Wärmepumpe“ + jeweiliges Bundesland:

Welche technischen Punkte fast immer relevant sind

Unabhängig vom Programm sind diese Punkte häufig Teil der „Plausibilität“:

  • realistische Dimensionierung (keine Über-/Untergröße)
  • niedrige Vorlauftemperaturen durch passende Heizflächen
  • saubere Hydraulik (Abgleich/Regelung) statt Notlösungen

Starten Sie daher am besten mit Wärmebedarf/Heizlast und der Vorlauftemperatur.

Unterlagen-Checkliste (damit der Antrag nicht an Basics scheitert)

Welche Nachweise konkret nötig sind, steht in den offiziellen Programmunterlagen. Als praktische Vorbereitung hilft häufig diese Grundstruktur:

  • Angebote mit klaren Annahmen (Heizlast, Auslegungstemperaturen, Warmwasser, Hydraulik)
  • Geräte-/Systemdaten (Datenblatt, Effizienznachweise, ggf. förderfähige Listen)
  • Dokumentation von Ausgangszustand und Maßnahmen (Fotos, Zählerstände, Altanlage)
  • Bestätigungen/Protokolle (je nach Programm: Fachunternehmer-/Expertenbestätigungen)
Wichtig

Förderlogik ist oft „Reihenfolge-sensibel“ (z. B. erst Antrag/ Zusage, dann Auftrag). Prüfen Sie die Reihenfolge immer auf den offiziellen Seiten, bevor Sie etwas unterschreiben.

Typische Förder-Stolperfallen (und wie Sie sie vermeiden)

  • Auftrag/Bestellung vor dem zulässigen Zeitpunkt (Reihenfolge in der Richtlinie prüfen)
  • Unklare Systemgrenzen: Was ist Bestandteil der Maßnahme (Hydraulik, Elektro, Speicher)?
  • „Standard‑Puffer“ ohne Begründung – kann Effizienz verschlechtern und Diskussionen erzeugen
  • Vorlauftemperatur/Heizflächen nicht geklärt → spätere Nacharbeiten, schlechtere Effizienz

Nutzen Sie für die technische Plausibilisierung: Wärmebedarf Vorlauftemperatur Effizienz.

Angebots-Check: Fragen an den Fachbetrieb

Wertige Angebote sind nicht „schön formuliert“, sondern machen Annahmen transparent. Diese Fragen helfen, Angebote belastbar zu vergleichen:

  • Welche Förderwege sind für mein Vorhaben relevant (bundesweit + ggf. Land/Kommunal)?
  • Welche Reihenfolge gilt (Antrag/Zusage vs. Auftrag/Bestellung)?
  • Welche Kostenpositionen sind förderfähig (Elektro, Hydraulik, Speicher, Nebenarbeiten)?
  • Welche Nachweise werden benötigt (Datenblätter, Bestätigungen, Protokolle)?
Schneller Gegencheck (ohne Excel)

Heizlast/Wärmebedarf zuerst grob plausibilisieren (Heizungs‑Rechner) und dann die Effizienz-Auswirkung von Vorlauf/Quelle ansehen (WP‑Effizienz).

Praxisbeispiel: typische Situation und Vorgehen

Sie wollen Förderung nutzen, aber nichts riskieren
  • Reihenfolge auf offiziellen Seiten prüfen (Antrag/Zusage vs. Auftrag).
  • Unterlagenliste früh sammeln (Datenblätter, Angebote, Nachweise).
  • Land/Kommunalprogramme über Förderdatenbank ergänzend prüfen.
Förderung + mehrere Maßnahmen (Elektro/Hydraulik/Heizflächen)
  • Systemgrenzen klären: Was zählt zur Maßnahme und ist förderfähig?
  • Angebote so formulieren lassen, dass Positionen sauber zuordenbar sind.
  • Technische Plausibilität (Heizlast/Vorlauf) vor Antrag sauber machen.

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