Welche Förderung gibt es für Wärmepumpen – und wie gehe ich vor?
Kurzantwort: Förderprogramme ändern sich. Für einen robusten Ablauf: erst Voraussetzungen/Technik klären, dann Angebote vergleichbar machen, Unterlagen sammeln und erst danach Antrag/Nachweise strikt nach den offiziellen Vorgaben.
Robuster Ablauf (ohne Jahreszahlen)
Weil Förderbedingungen sich ändern können, ist es sinnvoll, den Prozess so aufzubauen, dass Sie nicht von einem Detail abhängen:
- Technik & Eignung klären (Heizlast, Vorlauf, Heizflächen).
- Angebote vergleichbar machen (Temperaturen, Warmwasser, Hydraulik).
- Gerätemodell/ Nachweise prüfen (z. B. Effizienznachweis/Listen).
- Unterlagen sammeln (Angebote, Datenblätter, Nachweise).
- Antrag/ Nachweisführung strikt nach offizieller Checkliste.
Für Modell-/Nachweis-Checks nutzen viele zuerst eine Liste förderfähiger Geräte – dafür gibt es bei uns die BEG Liste.
Offizielle Links (bundesweit)
Für aktuelle Bedingungen und Antragswege sind immer die offiziellen Seiten maßgeblich:
Förderprogramme nach Bundesland (Förderdatenbank)
Die schnellste Übersicht je Bundesland liefert die Förderdatenbank. Die Links sind vorgefiltert auf „Wärmepumpe“ + jeweiliges Bundesland:
Welche technischen Punkte fast immer relevant sind
Unabhängig vom Programm sind diese Punkte häufig Teil der „Plausibilität“:
- realistische Dimensionierung (keine Über-/Untergröße)
- niedrige Vorlauftemperaturen durch passende Heizflächen
- saubere Hydraulik (Abgleich/Regelung) statt Notlösungen
Starten Sie daher am besten mit Wärmebedarf/Heizlast und der Vorlauftemperatur.
Unterlagen-Checkliste (damit der Antrag nicht an Basics scheitert)
Welche Nachweise konkret nötig sind, steht in den offiziellen Programmunterlagen. Als praktische Vorbereitung hilft häufig diese Grundstruktur:
- Angebote mit klaren Annahmen (Heizlast, Auslegungstemperaturen, Warmwasser, Hydraulik)
- Geräte-/Systemdaten (Datenblatt, Effizienznachweise, ggf. förderfähige Listen)
- Dokumentation von Ausgangszustand und Maßnahmen (Fotos, Zählerstände, Altanlage)
- Bestätigungen/Protokolle (je nach Programm: Fachunternehmer-/Expertenbestätigungen)
Förderlogik ist oft „Reihenfolge-sensibel“ (z. B. erst Antrag/ Zusage, dann Auftrag). Prüfen Sie die Reihenfolge immer auf den offiziellen Seiten, bevor Sie etwas unterschreiben.
Typische Förder-Stolperfallen (und wie Sie sie vermeiden)
- Auftrag/Bestellung vor dem zulässigen Zeitpunkt (Reihenfolge in der Richtlinie prüfen)
- Unklare Systemgrenzen: Was ist Bestandteil der Maßnahme (Hydraulik, Elektro, Speicher)?
- „Standard‑Puffer“ ohne Begründung – kann Effizienz verschlechtern und Diskussionen erzeugen
- Vorlauftemperatur/Heizflächen nicht geklärt → spätere Nacharbeiten, schlechtere Effizienz
Nutzen Sie für die technische Plausibilisierung: Wärmebedarf → Vorlauftemperatur → Effizienz.
Angebots-Check: Fragen an den Fachbetrieb
Wertige Angebote sind nicht „schön formuliert“, sondern machen Annahmen transparent. Diese Fragen helfen, Angebote belastbar zu vergleichen:
- Welche Förderwege sind für mein Vorhaben relevant (bundesweit + ggf. Land/Kommunal)?
- Welche Reihenfolge gilt (Antrag/Zusage vs. Auftrag/Bestellung)?
- Welche Kostenpositionen sind förderfähig (Elektro, Hydraulik, Speicher, Nebenarbeiten)?
- Welche Nachweise werden benötigt (Datenblätter, Bestätigungen, Protokolle)?
Heizlast/Wärmebedarf zuerst grob plausibilisieren (Heizungs‑Rechner) und dann die Effizienz-Auswirkung von Vorlauf/Quelle ansehen (WP‑Effizienz).
Praxisbeispiel: typische Situation und Vorgehen
- Reihenfolge auf offiziellen Seiten prüfen (Antrag/Zusage vs. Auftrag).
- Unterlagenliste früh sammeln (Datenblätter, Angebote, Nachweise).
- Land/Kommunalprogramme über Förderdatenbank ergänzend prüfen.
- Systemgrenzen klären: Was zählt zur Maßnahme und ist förderfähig?
- Angebote so formulieren lassen, dass Positionen sauber zuordenbar sind.
- Technische Plausibilität (Heizlast/Vorlauf) vor Antrag sauber machen.