Warmwasser mit Wärmepumpe: Speichergröße, Legionellen, Zirkulation?

Kurzantwort: Warmwasser beeinflusst Effizienz und Komfort stark. Speichergröße, Temperaturstrategie und Zirkulation bestimmen, wie oft hohe Temperaturen nötig sind – und damit Stromverbrauch und Hygiene-Risiken.

Warum Warmwasser oft unterschätzt wird

Im Vergleich zum Raumheizen braucht Warmwasser meist höhere Temperaturen. Das senkt den COP und kann – je nach Strategie – zu häufigen „heißen“ Fahrten führen.

Details zu Speicherarten, Legionellen-Strategien und Zirkulation finden Sie im Ratgeber Warmwasser mit Wärmepumpe.

Schnelle Praxis-Checkliste

  • Speichergröße passend zu Personen/Verbrauch (nicht „maximal“)
  • Zirkulation nur so viel wie nötig (sonst Dauerverluste)
  • Temperaturen nicht pauschal zu hoch setzen

Temperaturstrategie & Hygiene (ohne unnötig hohe Dauer-Temperaturen)

Warmwasser braucht höhere Temperaturen als Raumheizen – das drückt Effizienz. Gleichzeitig gibt es Hygieneanforderungen, die Sie nicht ignorieren sollten. In der Praxis hilft eine klare Strategie:

  • Temperaturen nicht pauschal „maximal“, sondern zielgerichtet.
  • Falls eine hygienische Hochtemperatur‑Fahrt genutzt wird: sinnvoll takten, nicht dauerhaft.
  • Zirkulation nur dort/so lange wie nötig (sonst hohe Dauerverluste).
Vertiefung

Konkrete Speichertypen, Legionellen‑Einordnung und Zirkulations‑Best‑Practices stehen in Warmwasser mit Wärmepumpe.

Zirkulation: der unterschätzte Stromfresser

Eine dauerhaft laufende Zirkulationspumpe plus warme Leitungen können überraschend viel Energie verbrauchen – unabhängig davon, wie effizient die Wärmepumpe an sich ist.

  • Zeitprogramme/Bedarf statt Dauerbetrieb
  • Leitungsdämmung prüfen
  • Temperaturen/Komfort realistisch einstellen

Angebots-Check: Fragen an den Fachbetrieb

Wertige Angebote sind nicht „schön formuliert“, sondern machen Annahmen transparent. Diese Fragen helfen, Angebote belastbar zu vergleichen:

  • Welche Speichergröße ist geplant – begründet über Personen/Verbrauch?
  • Wie wird Legionellen-/Hygiene-Strategie umgesetzt (Temperaturen/Zeitfenster)?
  • Wie wird Zirkulation gelöst (Zeitprogramme, Dämmung, Komfort)?
  • Wie wirkt sich das auf Effizienz (Vorlauf/Temperaturen) aus?
Schneller Gegencheck (ohne Excel)

Heizlast/Wärmebedarf zuerst grob plausibilisieren (Heizungs‑Rechner) und dann die Effizienz-Auswirkung von Vorlauf/Quelle ansehen (WP‑Effizienz).

Praxisbeispiel: typische Situation und Vorgehen

Sie haben nur wenig Daten (Gasrechnung vorhanden)
  • Wärmebedarf/Heizlast grob plausibilisieren (statt Faustformeln).
  • Vorlauftemperatur im Bestand testen (entscheidet Effizienz/Heizflächen).
  • Angebote anhand gleicher Annahmen vergleichen (Quelle/Vorlauf/Warmwasser).
Sie wollen Angebote schnell vergleichen
  • Heizlast + Auslegungstemperaturen explizit im Angebot verlangen.
  • Schall/Aufstellort und Elektroarbeiten als eigene Positionen prüfen.
  • Puffer/Sonderlösungen nur mit klarer Begründung akzeptieren.

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